1.3 Arten des Ladens

AC-Laden

ALTERNATING CURRENT – WECHSELSTROM

  • 1- bzw. 3-phasiges AC-Laden möglich
  • 1-phasig  max. 4,6 kW
  • Mögliche Ladeleistung 1-phasig:  2,3 / 3,7 / 4,6 kW
  • Im Ausland (z.B. NL, EN, IT …) auch 7,2 kW erlaubt
  • Mögliche Ladeleistungen 3-phasig, 11 / 22 kW

AC-Laden Ladezeiten

1 phasig:
•2,3 kW ca. 12 km pro h
•3,7 kW ca. 20 km pro h
•4,6 kW ca. 25 km pro h

3-phasig:
•11 kW ca. 50–60 km pro h
•22 kW ca. 100–120 km pro h

DC-Laden (Schnelladen)

DIRECT CURRENT – GLEICHSTROM

Typischen Leistungen:
– 20 / 24 / 50 / 100 / 150 kW
. 350 kW (ultra-schnell)

• Die Ladestation kommuniziert direkt mit den Batteriemanagement

• Zur Zeit ist 270 kW die max. Ladeleistung am Markt

DC-Laden Ladezeiten (bis ca. 80 % der Batteriekapazität)

  • 50 kW ca. 120 km in 30 min
  • 100 kW ca. 240 km in 30 min
  • 150 kW ca. 300 km in 30 min
  • 350 kW ca. 250 km in 15 min

Ladeinfrastruktur

Wallbox AC

Ladestation AC

  • Für den halböffentlichen und öffentlichen Raum
  • Zwei Anschlüsse für das Laden von zwei Fahrzeugen
  • Steckeranschluss sehr häufig Typ 2
  • Ladeleistung:
    • 1-phasig: 3,7 / 4,6 kW (7,2 kW im EU-Ausland, z.B. BeNeLux, England, Italien, …)
    • 3-phasig: 11 / 22 kW (Max. 2 x 22 kW)
  • 2 x 22 kW

Schnelladestation DC

  • Für den öffentlichen Raum (Autobahn, Raststätte und Verkehrsknotenpunkte –  halböffentlich: Supermärkte)
  • Ermöglicht das schnelle Laden der Fahrzeuge
  • Steckeranschluss:
    • CHAdeMO Standard stammt aus Japan
    • CCS in EU am weitesten verbreitet
  • Ladeleistung: 40–350 kW
  • Kabel sind fest an den Säulen angeschlossen und werden je nach Ladeleistung intern gekühlt
  • Oft ein zusätzlicher AC-Anschluss Typ 2 vorhanden

Ladekabel

  • Notladekabel bitte für Notladungen verwenden, nicht für das tägliche Laden
  • Typ-2-Kabel ist passend für alle AC-Ladestationen und Wallboxen
  • Typ-1/2-Kabel muss separat bestellt werden
  • DC-Ladekabel sind an den Ladestation fest verbaut

Ladekabel-Stecker

Lademanagement

In folgenden Fällen wird ein Lademanagement benötigt:

  • Netzanschluss limitiert und Leistungserhöhung wird notwendig
  • Sie möchten die Ladeleistungen steuern

Lademanagement statisch (passiv)

  • Eine maximale Ladeleistung wird festgesetzt und darf nicht überschritten werden
  • Wallboxen und Ladestationen werden insgesamt auf diese Leistung begrenzt

Lademanagement dynamisch (aktiv)

  • Eine maximale Ladeleistung wird festgesetzt und darf nicht überschritten werden
  • Dabei wird der Eigenverbrauch des Unternehmens berücksichtigt
  • Lastspitzen werden abgefangen
  • Netzdienliches Steuern möglich

Abrechnung

Unternehmen/zu Hause

Für ihren Fuhrpark wichtig:

  • Automatisierte Abrechnung und Erfassung der Daten
  • Im Unternehmen:
    • Abrechnung des eigenen Stromes oder die Erfassung der verbrauchten kWh je Fahrzeug muss möglich sein
    • Flottenkarte/Ladekarte/RFID-Karte
  • Zu Hause:
    • Abrechnung/Hauskostenrückerstattung über Flottenkarte/ Ladekarte/RFID-Karte

Öffentlich

  • Ladekarte/Flottenkarte (RFID)
  • App
    • Abrechnung über App sollte mit der Flottenkarte gekoppelt sein
  • Bankkarte (RFID)
  • PayPal
  • QR-Code – verschiedene Bezahlarten
  • Tipp: es gibt auch einige kostenlose Möglichkeiten die Fahrzeuge zu laden z.B. Aldi, Ikea, Lidl …

Ausblick in die Zukunft

Bi-direktionales Laden

  • Bi-direktionales Laden ermöglicht das Laden und Entladen der Fahrzeuge
  • Die Energie aus den Fahrzeugbatterien kann vor Ort genutzt werden z.B. für
    • Lastspitzen-Vermeidung
    • Netzstabilisierung
    • Kostenersparnis bei Smarttarifen
  • Erste Pilotversuche sind gestartet
  • Voraussetzung ist eine bi-direktionale Ladestation/ Wallbox

Induktives Laden

  • Drahtlose/kontaktlose Energieübertragung
  • Ermöglicht ein kabelloses Laden der Fahrzeuge
  • Es werden zwei Induktionsschleifen benötigt, eine am Fahrzeug, die andere am Boden
  • Wirkungsgrad etwas geringer als bei Kabelverbindung, zur Zeit liegt der Bestwert bei ca. 94 %
  • Einige Pilotversuche und einige Hersteller forschen an der Serienreife

Zusammenfassung

  • AC-Laden – beachten Sie bei der Fahrzeugbestellung: Fahrzeug sollte mind. 11 kW laden können
  • Zu Hause können Sie Wallbox bis 12 kW ohne Genehmigung des Netzbetreibers installieren, Sie haben nur Mitteilungspflicht. Möchten Sie 22-kW-Wallbox installieren, benötigen Sie vorher die Genehmigung des Netzbetreibers. (VDE-ARN 4100)
  • DC-Laden – laden Sie möglichst im letzten Drittel der Batteriekapazität und mind. mit 100 kW – das verringert die Ladezeit
  • Bestellen sie ein Typ-2-Kabel mit mind. 6 m Länge, damit die Fahrer überall laden können
  • Notladekabel wird mit den Fahrzeugen geliefert, kann an einer normal Steckdose angeschlossen werden. Bitte für Notladungen verwenden, nicht für das tägliche Laden.
  • Klären sie im Unternehmen die maximale Leistung, sprechen Sie mit Ihrem Hauselektriker oder Facility Manager
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